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KLANGINSTALLATION

TU Berlin | WellenFeld 104

Bernhard Leitner
HörSaal. Eine Wellenfeld-Installation (2010) UA

Florian Goltz, Audio-Informatik

Eröffnung Sonntag 28.3. 16.00–19.00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo 29.3. / Di 30.3. 15.00–19.00 Uhr
Eintritt frei
Eine Koproduktion von TU Berlin | Elektronisches Studio – Fachgebiet Audiokommunikation und MaerzMusik | Berliner Festspiele, mit Unterstützung von TU Berlin Abteilung IV, Gebäude- und Dienstmanagement

HörSaal ist eine ortsspezifische, ortsgebundene Ton-Raum-Arbeit. Das Instrumentarium dafür ist das im Vorlesungsraum H104 der TU Berlin eingebaute Wiedergabesystem mit 832 Audiokanälen. Es ist ein in dieser Größenordnung einmaliges Instrument, um mit der Technik der Wellenfeldsynthese komplexe weiträumige Szenarien zu erfinden und zu gestalten.
Im Gegensatz zu einer konzertartigen Benutzung des Raumes mit seinen streng ausgerichteten Sitzreihen (für eine Vorlesung), ist HörSaal als frei begehbare Ton-Raum-Komposition konzipiert. Mit der Wellenfeldsynthese lässt sich das Schallfeld einer Klangquelle an jeder beliebigen Position des Raumes herstellen. Die Arbeit HörSaal setzt dies ästhetisch in einen dynamischen Ton-Raum und in einen statischen Ton-Raum um.
Im dynamischen Teil (Verwehter Raum) werden Klänge zwischen mehreren abstrakten Orten im Raum bewegt. Diese Bewegung wird mit einer zweiten Bewegung zwischen anderen abstrakten Orten überlagert. Beide werden wiederum mit einer dritten, vierten und fünften Ebene verschiedenartiger Bewegungsstrukturen im Raum überschichtet. Das komplexe Raumgewebe suggeriert ein freies Wehen, obwohl es eine exakte und keine aleatorische Gestalt darstellt.
Im statischen Hör-Raum (Inselwelt) erwandert der/die Hörende verschiedene Orte im Raum, die visuell-installativ ausgewiesen sind. Aus einem diffusen Klang im gesamten Raum, der sich aus über zehn verschiedenen Sprachspuren (Kanälen) aufbaut , tritt man in genau vermessene Klang-Orte hinein, um in diesen ganz individuellen Hör-Räumen die Klangwelt gesprochener Worte bedeutender Physiker wie Planck, Schrödinger, Einstein zu erleben.
Bernhard Leitner

AUSSTELLUNGEN

gelbe MUSIK zu Gast im n.b.k. | Neuer Berliner Kunstverein

Denkbare Partituren

Eröffnung: 12.2., 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 13.2. – 28.3.2010
Öffnungszeiten: Di–So 12.00–18.00 Uhr / Do 12.00–20.00 Uhr
Eintritt frei

Im Februar und März ist die gelbe MUSIK zu Gast im Neuen Berliner Kunstverein im Rahmen der Ausstellung „Sounds. Radio – Kunst – Neue Musik“. Die Ausstellung „Denkbare Partituren“ wird dort in diesem Rahmen gezeigt.

1981 eröffnete ich die Galerie und Schallplattenhandlung gelbe MUSIK mit einer Ausstellung von Partituren.
Partitur ist ein allgemeiner Begriff. Ganz pauschal könnte man sagen, eine Partitur ist eine Anweisung, um ein Musikstück aufzuführen, oder eine Aktion durchzuführen. Neben der traditionell notierten Partitur gibt es verbale Partituren, grafische Partituren, aleatorische Partituren, in denen Komposition, Notation und Aufführung in verschiedenen Graden von Freiheit zueinender stehen.
Die Ausstellung der gelben MUSIK zeigte alle nur denkbaren Formen von Partituren – neben Blättern traditionell notierter Kompositionen waren grafische Notationen, Text- und Spielanweisungen, Skizzen, Fotocollagen, Zeichnungen u.a. zu sehen. Eine Schnur mit Knoten, die Terry Fox für mehrere Performances als Partitur verwendete, stellte wohl die ungewöhnlichste Partitur dar.
In Anlehnung an die Eröffnungsausstellung 1981 und an das diesjährige Motto von MaerzMusik „Utopie [verloren]“ zeigen wir die Ausstellung „Denkbare Partituren“. Es sind Partituren, Konzepte, Visionen, die auf den ersten Blick unrealisierbar scheinen.
Zu sehen sind Arbeiten von Ay-o, Joseph Beuys, George Brecht, KP Brehmer, John Cage, Giuseppe Chiari, Henning Christiansen, Hanne Darboven, Arnold Dreyblatt, Terry Fox, Dick Higgins, Rolf Julius, Milan Knizak, Christina Kubisch, Jackson MacLow, Walter Marchetti, Nam June Paik, Gerhard Rühm, Dieter Schnebel, Akio Suzuki, Wolf Vostell und Emmett Williams.
Ursula Block

Galerie Mario Mazzoli

Elisabetta Benassi | Lucia Ronchetti
Weltall
Video-Szene aus Der Sonne entgegen (2010)
Elisabetta Benassi, Video
Lucia Ronchetti, Musik

Eröffnung Montag 22.3. 16.30 Uhr
Öffnungszeiten Di 23.3. – So 28.3. 12.00–18.00 Uhr
Eintritt frei

Berliner Künstlerprogramm des DAAD
in Kooperation mit MaerzMusik | Berliner Festspiele

In der Galerie Mario Mazzoli, eine Galerie für zeitgenössische Kunst mit besonderem Fokus auf multimediale Kunst und zeitgenössische Musik, wird eine Video-Szene von Elisabetta Benassi aus Der Sonne entgegen von Lucia Ronchetti präsentiert. Der Sonne entgegen ist ein Musiktheater für 14 Gesangssolisten, Blechblasensemble und Live-Elektronik über das Phänomen der Entortung und Entwurzelung in unserer neuen, hyper-kommunikativen Welt, in einer Neufassung aufgeführt am 21. und 22. März bei der diesjährigen MaerzMusik in den Sophiensaelen.
Als eine der zentralen Figuren der neuen italienischen Kunst, gehört Elisabetta Benassi zu einer Generation von Künstlern, die seit den 1990er Jahren spannende Perspektiven für Film und Videoinstallationen eröffnen. Mit deutlichen Referenzen zur Welt des Kinos sind ihre Videos und Installationen Allegorien unserer Zeit, in welchen oft die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt.

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