
Der Tenor Gerhard Siegel begann seine Musikerlaufbahn als Instrumentalist und Komponist. Nach seinem Gesangsstudium bei Liselotte Becker-Egner am Konservatorium von Augsburg wurde er Ensemblemitglied des Stadttheaters Trier. Dort gelangte die Bühnenfassung von Heinrich Heines „Deutschland – ein Wintermärchen“ zur Uraufführung, zu der er die Musik komponierte. Er ist Preisträger des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs in Wien. Im Konzertfach trat Gerhard Siegel bislang vor allem in Arnold Schönbergs „Gurre-Liedern“ in Erscheinung, so auf Tourneen mit Michael Gielen und dem SWR Sinfonieorchester sowie mit den Wiener Philharmonikern unter Zubin Mehta. Von 1999 bis 2006 wirkte er als festes Mitglied am Staatstheater Nürnberg, wo er insbesondere bei seinem Debüt als Stolzing in Richard Wagners „Meistersingern“ und in der Titelpartie von „Siegfried“ Erfolge feierte. Seit 2006 freischaffend tätig, gastierte Gerhard Siegel u.a. an der Metropolitan Opera in New York, bei den Bayreuther Festspielen, an der Wiener Staatsoper, am Londoner Covent Garden und in dem von Jeffrey Tate geleiteten „Ring“ an der Oper Köln sowie an der Komischen und der Deutschen Oper in Berlin.
Stand: Juni 2015