
Emma Lewis Thomas © Bärbel Morton
Emma Lewis Thomas wurde in Charleston West Virginia geboren. Nachdem sie 1953 ihren BA-Abschluss erhalten und mit einem Stipendium nach Paris gegangen war, begann sie ihre professionelle Tanzausbildung als Meisterschülerin von Mary Wigman in Berlin (1954-58). Zur selben Zeit trat sie an der Städtischen Oper Berlin und am Mannheimer Festspieltheater in Produktionen wie „Sacre du Printemps“ und „Carmina Burana“ auf und produzierte eigene Stücke auf verschiedenen Off-Bühnen in Berlin, Paris und Zürich. Emma Lewis Thomas promovierte zu Brechts Adaption von Gorkis „Die Mutter“ (Indiana University) und war aktives Mitglied der Internationalen Brecht Gesellschaft, der Modern Language Association, der American Association of Teachers of German und der American Dance Guild. 1971 wurde sie an die UCLA berufen und fokussierte ihre Forschung auf französische, deutsche, dänische und italienische Tanzquellen und verschiedenste Notationsformen aus dem 15. - 19. Jahrhundert, um diese dann in Bewegung zu übersetzen und für ihre eigenen Produktionen zu nutzen. 1982 hatte sie eine Gastprofessur für Tanzgeschichte an die Justus-Liebig-Universität in Gießen inne. Im Wintersemester 2013/14 war sie die Valeska-Gert-Gastprofessorin an der FU Berlin. Offiziell seit 1998 im Ruhestand, ist Emma Lewis Thomas weiterhin aktiv, so z.B. mit zahlreichen Performances wie Shakespeares „All’s Well that Ends Well“ (2000), „Reflections on Kreutzberg“ (2005) oder die Re-Kreation von „Le Sacre du Printemps“ (2013).
Stand: März 2016