Porträt von Meryl Tankard

Meryl Tankard © Regis Lansac

Meryl Tankard

Meryl Tankard, Ehemalige des Australian Ballet, prägte als Mitglied von 1978 bis 1984 und als Gasttänzerin bis 1988 das Tanztheater Wuppertal, wo sie Rollen für „Café Müller“, „Kontakthof“, „Walzer“, „Bandoneon“, „Arien“, „1980 – Ein Stück von Pina Bausch“ und „Keuschheitslegende“ entwickelte. Nach ihrer Rückkehr nach Sydney im Jahr 1984 kreierte sie unabhängige Choreografien, darunter das gefeierte Solo „Two Feet“, bevor sie ihre eigene Kompanie in Canberra gründet, für die sie zahlreiche Arbeiten schuf und produzierte, darunter „Songs with Mara“, „Kikimora“, „Nuti“, „Chants de Mariage“ und „VX1805“. Als künstlerische Leiterin des Australian Dance Theatre (1993–1999) kreierte sie preisgekrönte Werke wie „Furioso“, „Aurora“, „Inuk“, „Seulle“, „Possessed“ und „Rasa“ und arbeitete mit der Australian Opera an „Orphée et Eurydice“ zusammen. Meryl Tankard choreografierte für Theater, Film, Oper, das West End und den Broadway und führte Regie bei großen Events wie der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney. Als Absolventin der Australian Film and Television School führte sie unter anderem Regie bei „Michelle’s Story“ und mehreren Kurzfilmen.

Auftragsarbeiten entstanden unter anderem für das Nederlands Dans Theater, das Ballett Zürich, das Ballett der Nationaloper in Lyon, das Australian Ballet, die Sydney Dance Company und das Leipziger Ballett der Oper Leipzig, und ihre Version von Stravinskys „Le Sacre du Printemps“, „The Oracle“, tourte international.
Im Jahr 2019 erhielt Meryl Tankard den Offiziersrang des Order of Australia. Ihre visuell fesselnde und emotional aufgeladene Arbeit hinterlässt einen unauslöschlichen Eindruck beim Publikum.

Stand: März 2025