
Salomé Voegelin ist Künstlerin und Autorin und versteht Zuhören als eine soziopolitische Praxis. Ausgehend von der relationalen Logik des Klangs konzentriert sie sich auf das Dazwischen und den Grenzbereich, in dem verschiedene Disziplinen in den Krisen unseres Planeten aufeinandertreffen und wo feministische, dekoloniale und post-anthropozentrische Realitäten unterschiedliche und plurale Wissensmöglichkeiten hervorbringen. Voegelin schreibt Artikel und Papers, Bücher und Texte sowie Textpartituren für Aufführungen und Publikationen. Ihr jüngstes Buch „Uncurating Sound: Knowledge with Voice and Hands“ (2023) führt die Kuration durch die doppelte Verneinung des Nicht-Nicht zur „Unkuration“: Loslösung des Wissens von den Erwartungen der Referenz und eines kanonischen Rahmens und Neubetrachtung der Kunst als politisch nicht in ihrer Botschaft oder ihrem Ziel, sondern durch die Art und Weise, wie sie die Institution konfrontiert. Sie ist Professorin für Sound am London College of Communication, University of the Arts London.
Stand: Februar 2025