
Andrzej T. Wirth © Pawel Kocambasi
Der Pate des Postdramatischen, geboren am 10. April 1927 im ostpolnischen Wlodawa, war immer zur rechten Zeit dort, wo das Theater aufblühte: Mit Brechts Berliner Ensemble in den fünfziger Jahren, mit Jerzy Grotowski und Tadeusz Kantor im Polen, dann mit Richard Schechner im Amerika der sechziger Jahre und mit Robert Wilson im New York der siebziger Jahre. Was Andrzej T. Wirth sah, analysierte er und erprobte es mit Studenten an Universitäten in den USA, in Berlin und Sydney – bis er 1982 an der Universität Gießen das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (ATW) gründete. Hier studierten René Pollesch, Hans Werner Kroesinger, Moritz Rinke, Rimini Protokoll und viele andere, die dann das deutsche und internationale Theater prägten.
Stand: März 2016