
Sujood Kabha © Mayar Kabha
Regisseurin
Jaffa, Israel
Teilnehmerin Internationales Forum 2025
Sujood Kabha ist eine in Jaffa ansässige Theaterregisseurin. Die Absolventin der Fachrichtung Theaterwissenschaften an der Universität Tel Aviv verwebt in ihren Produktionen auf subtile Weise Themen wie Identität und kulturelles Erbe. Kabha sieht das Theater als eine nuancierte Plattform für den sozialen Diskurs, die verschiedene Formen der Sprache – textlich, physisch und visuell – einsetzt, um die Komplexität der menschlichen Erfahrung zu ergründen.
In ihrer Arbeit erforscht Kabha auch die komplizierte Beziehung zwischen Raum und menschlichem Körper. Sie erforscht, wie räumliche Umgebungen emotionale und spirituelle Erfahrungen formen können, ähnlich wie bestimmte Körperpositionen und -bewegungen das geistige und körperliche Wohlbefinden beeinflussen können. Auf diese Weise schafft sie Aufführungen, die das Publikum nicht nur intellektuell ansprechen, sondern es auch dazu einladen, sich auf einer tiefen Ebene mit dem Raum und dem eigenen Körper zu verbinden. Kabha betrachtet das Theater als ein Labor, in dem kontinuierlich experimentiert werden kann, um die Grenzen künstlerischen Ausdrucks zu verschieben. Ihre Arbeit stellt oft konventionelle Theaternormen in Frage, die die Grenzen zwischen Performer*in und Zuschauer*in verwischen.
Derzeit schreibt sie gemeinsam mit der Künstlerin und Regisseurin Riki Assor ein Stück, das sich mit den Themen Krieg und Kinder befasst. Gemeinsam haben sie einen offenen Raum für gemeinsame künstlerische Arbeit geschaffen, der die Zusammenarbeit und den Dialog durch ihren kreativen Prozess fördert.
Stand: März 2025