Ausstellung

Durch Mauern gehen

Jose Dávila, „Untitled (Allure)“, 2014. Foto: Enrique Macías Martínez, Courtesy: der Künstler & König Galerie

Jose Dávila, „Untitled (Allure)“, 2014 © Jose Dávila & VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: Enrique Macías Martínez, Courtesy: der Künstler & König Galerie

Zum 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer untersuchte die Gruppenausstellung Durch Mauern gehen auf Teilung und Spaltung basierende Machtstrukturen und richtete den Blick auf die damit verknüpften Erfahrungen und Auswirkungen auf individueller und kollektiver Ebene.

Es ist nicht lange her, dass der Fall der Mauer als eines der wichtigsten Symbole des Utopismus des 20. Jahrhunderts galt. In jüngster Zeit haben Populismus und der Anstieg extremer nationalistischer Positionen jedoch Ideologien den Weg bereitet, die immer mehr auf Spaltung abzielen. Durch Mauern gehen war eine zeitgemäße Antwort auf die gegenwärtigen Entwicklungen: Die Berliner Mauer wird über die besonderen deutschen Umstände hinaus zu einem Ansatzpunkt für die kritische Reflexion der Auswirkungen von realen und metaphorischen Spaltungen.

Die Ausstellung versammelte Arbeiten von 28 internationalen Künstler*innen und umfasste eine Vielzahl von Medien wie Malerei, Skulptur, Fotografie, Film, Audioinstallation, ortsspezifischer Intervention und Performance. Sie war als ein umfassender, nichtlinearer Erfahrungsraum konzipiert, der drei Themenfelder miteinander verknüpfte: Das erste vermittelte die physische Präsenz von Mauern und ihre Funktion als Orte der Trennung. Das zweite beschäftigte sich mit den Auswirkungen von realen und metaphorischen Mauern auf diejenigen, die mit ihnen leben. Das dritte machte die Anstrengungen sichtbar, die nötig sind, um bestehende Teilungen zu überwinden. Darüber hinaus nahm Durch Mauern gehen direkten Bezug auf den Standort des Gropius Bau: Zahlreiche symbolische und zum Teil historisch belastete Stätten befinden sich in unmittelbarer Nähe oder sind von den Ausstellungsräumen aus sichtbar, darunter ein Reststück der Berliner Mauer.

Mit Arbeiten von Marina Abramović und Ulay, José Bechara, Sibylle Bergemann, Tagreed Darghouth, Jose Dávila, Willie Doherty, Smadar Dreyfus, Melvin Edwards, Dara Friedman, Dora García, Zahrah Al Ghamdi, Mona Hatoum, Nadia Kaabi-Linke, Michael Kvium, Gustav Metzger, Reem Al Nasser, Christian Odzuck, Emeka Ogboh, Anri Sala, Fred Sandback, Aki Sasamoto, Regina Silveira, Siska, Javier Téllez, Samson Young, Yuan Yuan, Héctor Zamora

© Berliner Festspiele / Gropius Bau. Video Production by MOJA Film

Kuratiert von Sam Bardaouil und Till Fellrath

Gefördert durch

Im Rahmen der BerlinArt Week
Mit Freundlicher Unterstützung der MontblancKulturstiftung
Partner: BerlinerStadtwerke, ALEXA, Dussmann, Bouvet
Medienpartner: Tagesspiegel, Monopol, MADAME, MousseMagazine, FluxFM, Cleverdis